Et kemp’sche huus

Mit seiner hohen Fensterfront und den schmucken Andreaskreuzen darauf ist es ein selten schönes Beispiel niederrheinischer Fachwerkkunst. Ursprünglich stand es als „Haus Pielen“ an der Kuhstr. 7, wo heute die Wambrechiesstraße mündet. Es verfiel und schien dem Untergang geweiht.
1976 erwarb ein Bürger das heutige Grundstück an der Neustraße von der Stadt aus der Maria-Basels-Altenheimstiftung. Auflage war die Neuerrichtung des alten Hauses dort.
1979 wurde die zerlegte Holzkonstruktion mit einzeln nummerierten Balken zum neuen Platz gebracht. Die Vorderfront bekam eine neue, mit Fenster versehene Tür; Vorder- und Seitenfront erhielten neue Fenster mit Bleiverglasung.
1980 wurde das Restaurant eröffnet, das dem alten Haus einen neuen Namen gab.

Rustikal Modern

Innen sieht das alte Haus jetzt ganz neu und anders aus. Nach dem umfangreichen Umbau präsentiert sich das Fachwerk-Schmuckstück an der Neustraße 31 mit einem schon außergewöhnlich zu nennenden Innenleben, das einerseits die historische Balken-Baugestalt nicht nur bewahrt, sondern sogar stärker betont, und andererseits ein bis ins Detail durchgestyltes Design-Ambiente entfaltet. Helles und dunkles Holz geben den Ton an.

Auf allen Ebenen bietet das „Huus“ viel Raum für gastronomische Möglichkeiten. So lässt sich der Betrieb in keine Schublade stecken: Es ist zugleich Restaurant, geselliger Theken-Treff, Feier- und Event-Ambiente für kleinere und größere Gesellschaften, Manufaktur für hausgemachte Lebensmittel und Zutaten sowie Verkostungsschänke zum Beispiel für Weine, Obstweine, -brände und -säfte.
Von außen besitzt Et Kemp’sche Huus eine eher schmale Front. Doch der Bau geht in die Tiefe, und so ist es verblüffend, wie viele Räume drinnen auf Gäste warten.